Muttermilch

Muttermilch – die gesündeste Nahrung für dein Baby

Muttermilch ist die gesündeste und natürlichste Ernährung für Babys.

Muttermilch ist für dein neugeborenes Baby die natürlichste und die gesündeste Nahrung
überhaupt. Schon kurz nach der Geburt wird sich dein Baby auf die Suche nach deiner
Brust begeben. Von deiner Nähe geht Geborgenheit für das Baby aus. Dieses erste Anlegen, dass optimaler Weise schon innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt geschehen
Muttermilch ist die gesündeste und natürlichste Ernährung für Kindersollte, legt den Grundstein für eine gute, vertrauensvolle Bindung zwischen der Mutter und dem Säugling.

Neben diesen überaus wichtigen Nebeneffekten zum stillen, ist Muttermilch die keimärmste und am besten verdauliche Nahrung für dein Neugeborenes. Als plus kommt noch dazu, dass Muttermilch immer und überall verfügbar ist und automatisch die richtige Trinktemperatur hat.

Nährstoffreiche Muttermilch

Auch dank ihrer zahlreichen Nährstoffe und Mineralien ist Muttermilch das gesündeste Nahrungsmittel für die ersten Lebensmonate. Zusätzlich gibt die Mutter durch die Muttermilch Antikörper gegen Krankheiten und nützliche Bakterien an das Baby weiter.

Neben ihrer Reichhaltigkeit an Lebensnotwendigen Nährstoffen für das Baby, passt sich die Zusammensetzung der Muttermilch stets den Bedürfnissen des Babys an, die sie in den ersten Monaten haben. So verändern sich die Konsistenz, die Zusammensetzung und auch die Menge der Milch je nachdem in welchem Entwicklungsstadium sich das Baby befindet.

Muttermilch besteht aus über 200 Bestandteilen und passt sich jederzeit optimal an die Bedürfnisse des Babys an. Muttermilch enthält u.a. Wasser, Kohlehydrate, Fett, Eiweiß (besonders leicht für das Baby verdauliche), Spurenelemente, Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor. Die Zusammensetzung der Muttermilch verändert sich im Laufe der Zeit entsprechend den Bedürfnissen des Babys.

Im groben unterscheidet man drei verschiedene Arten von Muttermilch.

Das erste ist das Kolostrum. Es bildet sich bereits während der Schwangerschaft und steht dem Neugeborenen die ersten 2-3 Tage nach der Geburt zur Verfügung. Die Farbe ist gelblich und die Konsistenz dickflüssig. Es enthält besonders viele Abwehrstoffe und schützt so auf besondere Weise das Baby vor Infektionen. Diese frühe Muttermilch ist besonders Eiweißreich und enthält weniger  Kohlenhydrate und Fett als die spätere Milch.

Muttermilch

Nach dem Kolostrum gibt es die Übergangsmilch. Etwa ab dem dritten Tag nach der Geburt wird die Muttermilch dünnflüssiger und die Milchmenge passt sich der erhöhten Nachfrage an und nimmt zu. Man nennt dies auch die Zeit des Milcheinschusses. Viele Frauen empfinden den Milcheinschuss als unangenehm. Der Kohlehydrate- und Fettanteil der Milch steigt an. Diese Phase dauert etwa zwei Wochen.

Danach bekommt das Baby die reife Muttermilch (auch Frauenmilch genannt). Die reife Muttermilch verändert sich während der Stillmahlzeit. Zuerst kommt die Vormilch, die sehr dünnflüssig ist und stillt in erster Linie Babys Durst. Im Laufe der Stillmahlzeit wird die Milch dickflüssiger und der Fettgehalt der Milch nimmt zu.

[msu_box title=“Info“ bgcolor=“#bbc4b8″ textcolor=“#fff“]Wie viel Muttermilch am Tag gebildet wird, bestimmt der Säugling durch seine Nachfrage.[/msu_box]

Was muttermilch alles kann

Angeblich wird durch Muttermilch Übergewicht und Allergien vorbeugt. Außerdem kann Muttermilch bei Windeldermatitis oder auch bei einer Erkältung eingesetzt werden. Bei Schnupfen kann man ein paar Tropfen Muttermilch in die Nase tropfen lassen. Bei Ausschlag im Windelbereich betupft man die betroffenen Stellen mit Milch.

Reste von Muttermilch können auch als Zusatz in das Badewasser des Babys gegeben werden, das soll gut für die Haut sein. Gilt im Übrigen auch für wunde Brustwarzen.

Bei zwei Vitaminen, kann die Muttermilch den Bedarf des Babys allerdings nicht ganz decken. Die Muttermilch enthält eine zu geringe Menge an Vitamin D und Vitamin K, so dass diese dem Baby gesondert zugeführt werden muss.
Das Blutgerinnungsvitamin K  wird dem Baby im Rahmen der ersten drei Vorsorgeuntersuchungen (U1-U3) zusätzlich gegeben.
Vitamin D bekommen Babys das erste manchmal auch im zweite Lebensjahr in Form einer täglichen Tablette zugeführt. Für die Knochen und Zahnbildung des Babys ist Vitamin D wichtig .

Wieviel Muttermilch wird gebildet

Die Menge der Milch orientiert sich überwiegend an dem Marktgleichgewichtsgesetz von Angebot und Nachfrage. Das bedeutet, dass die Muttermilchmenge durch die Häufigkeit und die Menge, die ein Baby an der Brust trinkt, beeinflusst wird. Wenn man als Mutter also das Gefühl hat, dass der Säugling nicht mehr satt wird oder immer häufiger nach der Muttermilch schreit, dann sollte die Mutter dem nachgeben und den Säugling häufiger anlegen. Nach 1-2 Tagen hat sich die Brust an die erhöhte Milchnachfrage angepasst und produziert dem Bedarf entsprechend mehr.
Unter gesunde Ernährung für Säuglinge fällt auch, dass Babys die in den ersten Monaten Muttermilch erhielten seltener Allergien entwickelten als Flaschenkinder. Dies gilt im besonderen Maße für Babys, die die ersten 4. Monate vollgestillt wurden.

Wie lange solltest du dein Baby stillen? 

Um dem Baby optimale Bedingungen für einen gesunden Start ins Leben zu bereiten und den Nestschutz auszuschöpfen, wird empfohlen die ersten vier Monate voll zu stillen. Jeder gestillte Tag ist das Baby gesund ernährt und kommt der Entwicklung zu gute.  Es sollte also auch gestillt werden wenn von Beginn an feststeht,  dass die Stillperiode nur von kurzer Dauer sein kann. Hier findest du noch weitere Informationen rund ums Stillen, geeignete Stillpositionen, Stillkissen und Stillprobleme.

Muttermilch abpumpen

Stillen bedeutet nicht, dass du nicht auch mal etwas ohne Baby unternehmen kannst. Für deine Abwesenheiten kannst du deine Milch abpumpen, damit dein Partner oder eine andere Bezugsperson euer Baby füttern kann.

Zum Abpumpen stehen dir grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Milchpumpen zur Verfügung.  Du kannst dich für eine manuelle Handmilchpumpe entscheiden. Ich habe zum Beispiel die Handmilchpumpe von Lansinoh getestet und war mit ihr ganz zufrieden.  Oder aber du entscheidest dich für eine elektrische Muttermilchpumpe. Ich hatte die Medela Swing und kann die Pumpe nur wärmstens empfehlen.

Eine Hilfe, ob für dich besser eine manuelle oder eine elektrische Milchpumpe infrage kommt, habe ich dir hier zusammengestellt.

Muttermilchersatznahrung

Wenn es auch verschiedenen Gründen mit dem Stillen nicht klappen will oder dein Baby einfach zu wenig durch deine Muttermilch zunimmt, dann kannst du deinem Baby Säuglingsersatznahrung füttern. Mehr darüber findest du in der Kategorie Muttermilchersatznahrung.

Wenn dein Baby ein erhöhtes Allergierisiko hat und du Säuglingsnahrung füttern musst, dann findest du hier ein Vergleich der gängigen Produkte und einige Hinweise, worauf du beim Kauf von HA-Säuglingsnahrung (HA=hyperallergene Säuglingsnahrung) achten solltest.

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