Rund ums Zahnen und Zahnpflege deines Babys

Zahnpflege für Babys
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Meist zwischen dem dritten und dem sechsten Monat beginnt dein Baby ganz doll zu sabern. Das ist ein erstes Anzeichen, dafür dass sich die Zähne im Zahnfleisch vorwärts bewegen. Der Zahndurchbruch selbst geschieht dann bei jedem Baby unterschiedlich schnell, meist so zwischen dem sechsten und achten Monat.

Anzeichen fürs Zahnen bei Babys:

  • erhöhter Speichelfluss
  • geötete Wangen
  • nächtliche Unruhe
  • Baby nimmt häufig seine eigene Hand in den Mund
  • vermehrtes Schreien
  • erhöhte Temperatur
  • Durchfall

Unterstützung beim Zahnen

Den meisten Babys hilft es, wenn sie während der Zahnungsphase auf etwas hartem und am besten gekühltem (Kühlschrank kalt, nicht gefroren!) rum beißen können. Dafür eignen sich spezielle Beißringe* oder auch einfach nur Gemüse. Wenn es ganz schlimm kommt, kann man sich aus der Apotheke ein sogenanntes Zahnungsgel holen, das lindert kurzfristig die Schmerzen.

Reihenfolge beim Zahnen

Die ersten Zähne sind in aller Regel die Schneidezähne unten, gefolgt von den oberen Schneidezähne. Die Backenzähne kommen meist erst mit ca. 2 Jahren. Ein genauen Zeitplan fürs Zahnen gibt es aber nicht, das ist von Baby zu Baby sehr individuell.

Zahnpflege der ersten Zähnchen

Zahnpflege sollte schon vor dem ersten Zahnbetrieben werden. Vor dem ersten Zahn reibt man mit einem kleinen Tuch oder einem Fingerling Zunge und Kiefer ab. Am besten man integriert die Zahnpflege bereits früh als Ritual in den Tagesablauf, das macht es später einfacher.

Mit dem ersten Zahn  reicht das Abreiben  mit einem Tuch oder einem Fingerling*. Später kann man dem Baby dann eine Massagebürste* oder seine erste Zahnbürste (zu empfehlendes Zahnpflegeset*) mit weichen Borsten in die Hand geben. Natürlich sollte immer ein Erwachsener nachputzen. Ab ca. 3 Jahren sind Kinder in der Lage selbst die Zähne zu putzen, aber auch dann sollte man dabei bleiben und schauen, dass die Zähne auch gründlich genug geputzt werden. Im Zweifelsfall muss nachgeputzt werden.

Ab wann Zahnpasta für das Baby verwenden?

Generell am besten erst, wenn das Kleinkind in der Lage ist die Zahnpasta auch wieder auszuspucken.

Fluoridhaltige Zahnpasta sollte erst verwendet werden, wenn das Kleinkind die Zahnpasta zuverlässig wieder ausspuckt. Kleinere Menge runtergeschluckte Zahnpasta sind aber nicht gefährlich. Häufig sind in den Vitamin D Tabletten, die Babys bis zum zweiten Geburtstag täglich nehmen sollen, schon Fluorid enthalten, so dass man getrosst Kinderzahnpasta ohne Flourid-Anteil verwenden kann.

Es gibt inzwischen allerdings auch Studien, die sagen, dass Flourid direkt auf dem Zahn aufgetragen eine bessere Wirkung erzielt und so den Zahn besser schützt.

Warum eine spezielle Baby oder Kinderzahnbürste verwenden?

Kinderzahnbürsten sind deutlich kleiner als normale Zahnbürsten und sind so besser auf die Bedürfnisse der kleinen Münder und auch kleineren Hände abgestimmt.

Brei selber kochen – die Küchenausstattung

Brei selber kochen
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Du stehst kurz vor der Beikosteinführung für dein Baby und überlegst nun, ob du den Brei für dein Baby selber kochen sollst? Du fragst, dich ob deine Küchenausrüstung zum Brei kochen ausreicht?

Sicher reicht deine Ausstattung aus, oder du kannst sie günstig erweitern, denn es wird gar nicht so viel zum Breikochen benötigt.

Ich gebe dir hier einen kurzen Überblick über die minimale Küchenausstattung, die du benötigst, um den Brei für dein Baby selber zu kochen.

Unabdingbar, um Brei selber zu kochen ist ein Kochtopf mit Deckel, ideal wäre ein Schnellkochtopf. Um das gekochte Gemüse, Obst oder Fleisch anschließend in Breiform zu bringen wird ein Pürierstab benötigt. Gerade zu Beginn ist es ratsam sich auch noch ein feines Sieb anzuschaffen, um den Brei nach dem Pürieren hindurch zustreichen, damit auch wirklich keine Stückchen mehr im Brei enthalten sind, an denen das Baby sich verschlucken könnte.

Um den Brei zu kochen, war es das auch schon. Nun ist es noch sinnvoll, wenn man nicht täglich frisch Brei kochen möchte, ein Gefrierfach mit vier Sternen zur Verfügung zu haben. Dann kannst du getrost größere Mengen kochen und dann Portionsweise einfrieren, damit erleichterst du dir die Arbeit. Zum Einfrieren eignen sich Eiswürfelbehälter. Gerade zu Beginn der Breieinfürhung, wird dein Baby nur Miniportionen pro Mahlzeit verspeisen.

Du siehst, so groß ist die benötigte Küchenausstattung zum selber Brei kochen gar nicht.

 

Nun noch ein paar Tipps, wenn du Brei einfrieren und wieder auftauen möchtest.

Es ist wichtig, dass du den Brei direkt nach dem kochen und pürieren einfrierst, so verhinderst du, dass sich Keime im Brei ausbreiten können. Wenn du den Brei bei -18 °C einfrierst, ist der Brei bis zu 8 Wochen haltbar.

Der Brei sollte erst kurz vor der Mahlzeit des Babys am besten im Wasserbad aufgetaut werden. Nachdem auftauen und erwärmen, darf der Brei nicht wieder eingefroren oder ein zweites Mal erhitzt werden.

Getreide-Obst-Brei einführen

Getreide-Obst-Brei Als dritter Brei wird meist der Getreide-Obst-Brei zwischen dem 6. und 7. Monat eingeführt. Der Getreide-Obst-Brei wird am Nachmittag gefüttert. In aller Regel ist er milchfrei, damit die Eisenresorption besser klappt. Aus diesem Grund sollte auch der Mittagsbrei milchfrei sein. Nach den Mahlzeiten kann dennoch gestillt werden.

Getreide-Obst-Brei selber zubereiten

Grundrezept um den Getreide-Obst-Brei selber zuzubereiten:

Zutaten:

  • 20g Getreideflocken
  • 100 ml Wasser
  • 100 g Obst (z. B. Apfel oder/und Banane)
  • 1 TL Öl (z. B. Rapsöl)

Zubereitung: Die Getreideflocken werden mit dem Wasser aufgekocht. Aus dem Obst wird Mus hergestellt und mit den Getreidebrei und dem Löffel Öl verrührt.

Geeignete Obstsorten für den Getreide-Obst-Brei sind zum Beispiel: Äpfel, Bananen, Birnen, Pflaumen oder auch Obstgemische wie zum Beispiel Kirsch-Banane (KiBa) oder Pfirsich-Banane.

Tipp: Statt frischem Obst, kann man auch auf Obst Gläschen zurückgreifen.

Für die Getreideflocken kann man zum Beispiel Hafer, Hirse, Dinkel oder Buchweizen wählen.

Kleiner Tipp: Buchweizen eignet sich auch, wenn eine Gluten-unverträglichkeit vermutet wird.

Alternativ gibt es natürlich auch die Möglichkeit Getreide-Obst-Brei im Glas zu kaufen und zu füttern. Hier gibt es zum Beispiel sehr gute Breie von Hipp*.

Spätestens mit der Einführung des dritten Breis, muss dein Baby ordentlich trinken. Wieviel dein Baby während der Beikostphase neben seiner Stillmahlzeiten bzw. seiner Milchfläschchen noch trinken muss, erfährst du hier.

 

Der erste Brei – welche Zutaten sind am besten?

Der erste Brei
Babys erster Brei

Zu Beginn der Beikosteinführung, also meist so ab dem 5. Monat, wird als erstes der Mittagsbrei eingeführt.

Geeignete Gemüse für den ersten Brei sind:

  • Brokkoli
  • Fenchel
  • Kohlrabi
  • Kürbis
  • Pastinake
  • Spinat
  • Zucchini
  • nicht ganz so geeignet sind Karotten, weil sie häufig zu Verstopfungen führen

 

Geeignete Obstsorten für den ersten Brei sind:

  • Äpfel
  • Aprikosen
  • Birnen
  • Himbeeren
  • Mango
  • Pfirsiche
  • nicht ganz so geeignet sind Bananen, weil sie häufig zu Verstopfungen führen

Geeignete Getreidearten für den ersten Brei sind:

  • Reis
  • Mais
  • Hirse

Geeignete Fleischsorten für den ersten Brei sind:

  • Geflügel
  • Kalb
  • Rindfleisch

In der ersten Beikostphase sollte man besser auf Gemüsesorten wir Mangold, Radieschen und Rote Beete verzichten, da sie sehr nitratreich sind. Außerdem wird empfohlen auf Wurst, Schinken, Honig, Salz und Joghurt zu verzichten.

Ab dem 7. Monat können nun weitere Produkte zur Zubereitung für den ersten Brei hinzugenommen werden. Hierzu zählen zum Beispiel die Getreidearten Dinkel, Hafer und Weizen. Auch kann die Fleischbeilage nun hin und wieder durch Fischersetzt werden.

Milchbrei oder auch Milch-Getreide-Brei

Der Milchbrei/Milch-Getreide-Brei ist üblicherweise der zweite Brei der in der Beikostphase eingeführt wird. Meist wird er abends gefüttert. Deshalb findet man häufig auch die Bezeichnungen Schlaf-gut- oder Gute-Nacht-Brei.

Milchbrei besteht immer aus den Zutaten babygeeigneter Milch und babygerechtem Getreide.

Den Milchbrei gibt es fertig im Glas, aus der Packung als Pulver zum Anrühren oder er kann natürlich auch selber gekocht werden.

 

Milchbrei aus dem Glas

Beim Kauf von Milchbrei aus dem Glas, solltest du ganz genau die Zutatenliste studieren. Gerade beim ersten Brei ist darauf zu achten, dass das Getreide glutenfrei und dem Milchbrei kein Kristallzucker zugesetzt ist.

 

Milchbreipulver zum Anrühren

Auch beim Milchbreipulver ist auf den Zuckergehalt und das gewählte Getreide zu achten. Des weiteren sollte man sich überlegen, ob man selber Muttermilch oder Säuglingsnahrung hinzutun möchte, oder ob im Pulver schon Folgemilch enthalten sein soll.

 

Milch-Getreide-Brei selber kochen

Wenn du den Milchbrei für dein Baby selber kochst, hast du „freie“ Milchwahl. Du kannst einen Halbmilchbrei, einen Vollmilchbrei oder einen Muttermilchbrei kochen. Bedenke jedoch, dass Kuhmilch für dein Baby erst ab dem zweiten Lebensjahr empfohlen wird. Alternativ kannst du den Milchbrei auch mit Säuglingsmilch (Muttermilchersatznahrung) zubereiten. Dabei kannst du dann die gleiche Variante verwenden, die du deinem Baby auch als Flaschenmilch zubereitest.

Zutaten für das Grundrezept (alles sind ca. Angaben):
200 ml Milch (beim Halbmilchbrei 100 ml Milch und 100 ml Wasser)
30g Getreideflocken
20g Obstbrei oder –saft

Zubereitung des Milchbreis: Zuerst wird die Milch zubereitet. Wenn die Milch etwas abgekühlt ist, werden die restlichen Zutaten untergemischt. Durch Variation der Getreidemenge lässt sich die Flüssigkeit des Breis bestimmen. Wenn dein Baby es lieber etwas flüssiger mag, nimmst du ein paar Gramm weniger Getreideflocken. Wenn dein Baby den Milchbrei lieber etwas fester mag, gibst du ein paar Getreideflocken mehr in die Milch.

Tipp: Welches Getreide ist glutenfrei?

Zu den babygeeigneten glutenfreiem Getreide gehören zum Beispiel Hafer, Hirse, Mais und Reis.

Trinken in der Beikostphase

Trinken in der Beikostphase
Baby beim Wasser trinken.

Vor der Phase der Breieinführung bekommt das Baby ausschließlich Muttermilch oder Muttermilchersatznahrung (Säuglingsanfangsnahrung). Da ist es nur in den seltensten Fällen notwendig dem Baby noch andere Getränke anzubieten.

Warum ist es wichtig, dass Babys genug trinken?

Falsches Trinkverhalten wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. Wenn der Körper zu wenig Flüssigkeit erhält, werden die Nieren belastet, unter Umständen schmerzt der Kopf und die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit nehmen ab. Durstgefühl ist bereits ein Alarmsignal des Körpers und sollte bei deinem Baby gar nicht erst entstehen, daher biete ihm regelmäßig, öfter über den Tag verteilt etwas zu trinken an.

Wie viel Flüssigkeit braucht ein Baby nun beim Start in die Breikostphase?

Wenn man dieser Frage nachgeht, erhält man sehr unterschiedliche Angaben. Die einen Reden von 100 ml die anderen von bis zu ca. 250 ml täglich. Auch nach Einführung der ersten Breie soll der Urin des Babys hell bleiben und sich nicht verfärben. Die Trinkmenge steigt, wenn immer mehr feste Lebensmittel auf den Babyernährungsplan kommen.

Alle Quellen sind sich jedoch einig, dass Milch ein  Lebensmittel ist und nicht zur Trinkmenge hinzugezählt wird.

Wichtig ist in jedem Fall, dass du deinem Baby spätestens ab Einführung des dritten Breis zusätzlich etwas zu trinken anbietest. Mit dem Brei erhält es nämlich Ballaststoffe, die zur Verdauung viel Flüssigkeit brauchen.

Wie viel dein Baby trinkt und auch trinken muss, hängt häufig auch damit zusammen wie flüssig die Breie sind. Gerade wenn es älter wird, werden die Breie zunehmend fester und die Trinkmenge muss gesteigert werden. Meist fängt das Baby dann ganz automatisch an besser zu trinken.

Die Trinkmenge muss auch gesteigert werden, wenn das Baby Fieber hat, besonders stark schwitzt oder unter Verstopfung leidet.

 

Was sind geeignete Getränke im ersten Lebensjahr?

Im ersten Lebensjahr eignen sich besonders spezielle Baby-Tees* (z.B. Fenchel-Tee von Hipp) oder warmes Leitungswasser als Getränk. Wenn du dein Baby vorher gestillt hast, ist es gewöhnt, dass es die Milch in einer körperwarmen Temperatur erhält, daher darauf achten, dass auch die neuen Getränke etwa körperwarm sind..

Auch Fruchtschorlen dürfen in einer 1:3 Mischung dem Baby gereicht werden.

Wichtig:

  • Lasse dein Baby nicht zum Dauernuckler werden, denn das begünstigt die Entstehung von Karies. Besser ist es dem Baby zu dem Mahlzeiten Getränke aus geeigneten Schnabeltassen, Trinklernbechern oder gleich richtigen für Babyhände geeignete Bechern zu servieren.
  • Gib deinem Baby keine gezuckerten Getränke, auch kein gezuckerten Tee und erst Recht keine Limo!

Extra-Tipp

Gehe mit gutem Vorbild voran und trinke viel vor deinem Baby zu den Mahlzeiten aber auch unterwegs und biete ihm parallel immer auch etwas zu trinken an!

Weder ist wasserhaltiges Obst ein Ersatz für Getränke noch sind Fruchtsäfte als Ersatz für Obst zu sehen.

Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei selber kochen

Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei selber kochen
Babys ersten Brei selbst gekocht.

Es ist an der Zeit den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei einzuführen? Dann stellt sich für dich die Frage den Brei kaufen oder den Brei selber kochen?

Solltest du dich dazu entschieden haben den Brei für dein Baby selbst zu kochen, dann solltest du möglichst auf frisches Bio-Gemüse setzen. Falls dieses mal nicht verfügbar sein sollte, geht auch Tiefkühl-Bio-Gemüse. Gemüse für Babybrei sollte schonend gegart werden.

Auch bei Kartoffeln sollte auf die frische geachtet werden. Die Kartoffel sollte über keine Triebe und auch keine grünen Stellen verfügen.

Beim Fleisch sollte die Wahl auf besonders magere Varianten Geflügel, Rind oder Kalb fallen. Schweinefleisch ist meist zu fett für Babynahrung und sollte daher nicht verwendet werden. Wichtig bei der Fleischbeilage ist, dass das dort enthaltene Eisen gut vom Kind aufgenommen werden kann, um dies zu gewährleisten muss der Brei mit etwas Vitamin-C-reichem Saft angereichert werden.
Der Brei sollte obendrein noch etwas Fett enthalten, das du am besten in Form von Raps- oder Sonnenblumenöl hinzufügst.

Beispielrezept für eine Portion:

Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei selber kochen Zutaten:

  • ca.100g Gemüse (z.B. Kürbis, Karotte, Zucchini,…)
  • ca.50g Kartoffeln
  • 20-35g mageres Fleisch (Geflügel, Rind, Kalb oder Lamm)
  • 40g Vitamin-C-haltiger Saft (z.B. Orangensaft)
  • und ca. 10g Raps- oder Sonnenblumenöl

Zubereitung: Alles zerkleinern und mit etwas Wasser aufkochen (bis auf das Öl). Köcheln lassen bis alles schön weich ist und gut püriert werden kann. Nachdem pürieren wird noch das Öl hinzugegeben. Fertig!

Welche Zutaten noch für Babys erstem Brei geeignet sind, erfährst du hier.

Tipp: Man kann natürlich auch gleich größere Mengen Brei kochen, dann spart man sich etwas tägliche Arbeit. Wenn man besonders große Mengen im Voraus kochen möchte, ist es am besten, wenn man Monobreie kocht, also nur mit einer Zutat und dann zu jeder Mahlzeit ein Portion Gemüse-, eine Portion Kartoffel- und eine Portion Fleisch- oder Fischbrei zusammen mischt. Einfrieren kann man die Breie dann ganz bequem vorportioniert in Eiswürfelbehälter oder kleine Dosen.

Wann welchen Brei einführen?

Babys erster Brei
Babys erster Brei

Dein Baby ist jetzt fünf Monate alt und schaut dir ständig dein Essen vom Teller? Oder dein Baby ist bereits sieben Monate alt? Dann ist es Zeit mit Beikost anzufangen. Du hast dich dazu entschieden mit Brei zu starten, doch bist du dir unsicher wann du welchen Brei am besten einführst? Dann bist du hier genau richtig.

Der erste Brei – Gemüsebrei am Mittag

Von der Tageszeit her ist es ideal mit dem Mittagsbrei zu beginnen. Da haben du und dein Baby am meisten Zeit. Dein Kleines ist ausgeschlafen und nicht zu hungrig, jedenfalls ist das die beste Ausgangssituation. Außerdem ist die Zeitspanne bis zum Schlafen gehen lang genug, falls der Babybauch doch mit dem ungewohnt, neuem Essen zu kämpfen hat.
Empfohlen wird weiterhin mittags mit einem Gemüsebrei zu starten. Hierzu eignet sich zum Beispiel Pastinake oder Kürbis. Von Karotte wird mittlerweile eher abgeraten, da die Karotte häufig zu Verstopfungen führt.
Wenn ca. eine Woche mit einer milden Gemüsesorte bestritten wurde, kann nun die Kartoffel mithinzugenommen werden. Es folgt mit etwas Verzögerung die Fleischbeilage. Später können dann die Gemüsesorten variiert werden und statt Kartoffel kann dein Baby auch mal Reis oder vollwertige Nudeln zum Mittagessen bekommen. Hier stelle ich dir ein Beispielrezept für ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei vor.
Du kannst den Brei für dein Baby selber kochen, oder auf Gläschen setzen. Gerade zu Beginn wird empfohlen auf die Babygläschen zu setzen, da dort der Nitratgehalt am geringsten ausfällt.

Der Abendbrei – Milch-Getreide-Obst-Brei

Circa einen Monat nach Einführung des Gemüsebreis am Mittag ist es Zeit eine zweite Milchmahlzeit durch eine Breimahlzeit zu ersetzen. Meist ist dies der Abendbrei. Der Abendbrei beinhaltet: Milch (keine Roh- oder Vorzugsmilch), Getreide (z. Bsp. Grieß oder Getreideflocken) und Obst oder Obstsaft (wichtig für die Eisenaufnahme).

Fertige Milch-Getreide-Breie werden meist in Flocken- oder in Pulverform angeboten, aber z.B. von Hipp gibt es auch einen „Gute-Nacht-Brei*“ im Gläschen.
Das Pulver muss dann meist nur mit heißem Wasser angerührt werden und ist deutlich günstiger als die Gläschenform.

Als dritter und letzter Brei wird der Getreide-Obst-Brei eingeführt

Der Obst-Getreide-Brei besteht aus Getreideflocken, Obst, Wasser und Öl.
Meist wird dieser Brei am Nachmittag gefüttert.

Dein Baby nimmt am Familienessen teil

Ab ca. dem 10. Monat, wenn dann die ersten Zähnchen schon da sind, wird das jüngste Familienmitglied immer häufiger zu den Mahlzeiten mit am Tisch sitzen und das gleich haben wollen, was bei allen anderen auf den Tellern zu finden ist. Nun ist die Zeit gekommen auch die Breiphase langsam ausklingen zu lassen und das erste Brot zu servieren.

Babys erster Brei

Babys erster Brei
Babys erster Brei

Ab dem 5. Monat kannst du deinem Baby den ersten Brei anbieten. Vor dem 5. Monat kann das Verdauungssystem vom Baby noch nicht mit etwas anderem als mit Milch umgehen. Die Beikost- oder Breiphase soll dein Baby nach und nach an feste Nahrung heranführenund stellt somit das Bindeglied zwischen der Milch und der Festnahrung dar.

Der erste Brei aus dem Gläschen oder selbst gekocht

Um mit Brei anzufangen gibt es zwei Möglichkeiten. Einmal kochst du den Brei selber oder aber du greifst auf Gemüsebrei aus Gläschen zurück. Beides hat so seine Vor- und Nachteile.

Brei selbst zu kochen bedeutet mehr Aufwand, aber dafür weißt du genau, was im Brei enthalten ist. Man kann deutlich mehr variieren als bei der Gläschenkost. Mit Brei aus Gläschen zu beginnen, ist da deutlich zeitsparender und hygienischer. Bei Babynahrung sind die Richtlinien zur Reinheit und deren Kontrollen besonders strikt. Auf Dauer nur Gläschen zu füttern, kann aber ganz schön ins Geld gehen. Außerdem sollte drauf geachtet werden, dass auch der Brei aus dem Gläschen möglichst pur ist, also keine zusätzlichen Aromastoffen, Zucker oder Salz hinzugefügt wurden.

Wann welchen Brei einführen

Der Zeitpunkt für den ersten Brei ist so zu wählen, dass Eltern und Baby entspannt sind und auf gar keinen Fall unter Zeitdruck stehen. Für das Baby bedeutete es, dass die letzte Stilleinheit noch nicht zu lange her sein sollte.  Wann du welchen Brei einführst bleibt dir überlassen, empfohlen wir jedoch mit dem Gemüsebrei mittags zu beginnen.

Zum Füttern eignet sich am besten ein Plastiklöffel, denn er ist weniger kalt und nicht so hart wie einer aus Metall. Der Löffel sollte gestrichen voll sein, wenn er zu Babys Mund geführt wird, so hat das Baby die Möglichkeit den Brei vom Löffel zu saugen. Auf diese Art kann sich das Baby langsam an die neue Weise zu Essen gewöhnen. Das Baby wird bei seinem Brei kaum mehr als 2-3 Löffelchen essen, der Rest wird am besten für die nächsten Breimahlzeiten im Kühlschrank aufbewahrt bzw. eingefroren.

Wenn das Baby bis dato ausschließlich gestillt wurde, ist es manchmal besser wenn der Papa mit dem Breifüttern beginnt, dann wird es nicht immer an die Brust erinnert.

Wenn das Baby den Brei immer wieder mit der Zunge nach draußen befördert, ist es wohl noch zu früh für den ersten Brei. In diesem Fall sollte man einige Tage warten und es dann wieder versuchen. Irgendwann wird dann der Zeitpunkt für den ersten Brei gekommen sein.

Wenn das Baby seinen ersten Gemüsebrei gut verträgt und auch ein paar Löffelchen gerne ist. Kann eine weitere Gemüsesorte getestet werden und nach und nach mit Kartoffeln und Fleisch angereichert werden (sogennante Menügläschen). Du kannst den Menü- oder auch Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei natürlich auch selber kochen.

Nach ca. einem Monat kann dann eine weitere Muttermilch bzw. Säuglingsmilch-Mahlzeit gegen Brei getauscht werden. Üblicherweise wird als zweites abends die Muttermilch gegen ein Getreide-Milch-Brei ersetzt. Ein weiterer Monat später wird dann der erste Getreide-Obst-Brei eingeführt. Ab dem 3. eingeführten Brei ist es wichtig, dass das Baby zusätzlich zum Essen und zum Stillen auch noch etwas zu trinken erhält. Zum Trinken eignet sich Wasser oder ungesüßte Baby Tees. Mehr zum Trinken in der Beikostphase erfährst du hier.

Der erste Brei für Allergie gefährdete Babys

Auch Allergie gefährdete Babys sollte auf diese Weise an Brei herangeführt werden und dabei sollten auch die „kritischen“ Nahrungsmittel wie Weizen oder Fisch mit gefüttert werden. Es ist gut, wenn die Babys schon früh mit diesen Nahrungsmitteln in Berührung kommen, ein Verzicht schützt das Baby jedenfalls nicht.