Trinken in der Beikostphase

Trinken in der Beikostphase
Baby beim Wasser trinken.

Vor der Phase der Breieinführung bekommt das Baby ausschließlich Muttermilch oder Muttermilchersatznahrung (Säuglingsanfangsnahrung). Da ist es nur in den seltensten Fällen notwendig dem Baby noch andere Getränke anzubieten.

Warum ist es wichtig, dass Babys genug trinken?

Falsches Trinkverhalten wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. Wenn der Körper zu wenig Flüssigkeit erhält, werden die Nieren belastet, unter Umständen schmerzt der Kopf und die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit nehmen ab. Durstgefühl ist bereits ein Alarmsignal des Körpers und sollte bei deinem Baby gar nicht erst entstehen, daher biete ihm regelmäßig, öfter über den Tag verteilt etwas zu trinken an.

Wie viel Flüssigkeit braucht ein Baby nun beim Start in die Breikostphase?

Wenn man dieser Frage nachgeht, erhält man sehr unterschiedliche Angaben. Die einen Reden von 100 ml die anderen von bis zu ca. 250 ml täglich. Auch nach Einführung der ersten Breie soll der Urin des Babys hell bleiben und sich nicht verfärben. Die Trinkmenge steigt, wenn immer mehr feste Lebensmittel auf den Babyernährungsplan kommen.

Alle Quellen sind sich jedoch einig, dass Milch ein  Lebensmittel ist und nicht zur Trinkmenge hinzugezählt wird.

Wichtig ist in jedem Fall, dass du deinem Baby spätestens ab Einführung des dritten Breis zusätzlich etwas zu trinken anbietest. Mit dem Brei erhält es nämlich Ballaststoffe, die zur Verdauung viel Flüssigkeit brauchen.

Wie viel dein Baby trinkt und auch trinken muss, hängt häufig auch damit zusammen wie flüssig die Breie sind. Gerade wenn es älter wird, werden die Breie zunehmend fester und die Trinkmenge muss gesteigert werden. Meist fängt das Baby dann ganz automatisch an besser zu trinken.

Die Trinkmenge muss auch gesteigert werden, wenn das Baby Fieber hat, besonders stark schwitzt oder unter Verstopfung leidet.

 

Was sind geeignete Getränke im ersten Lebensjahr?

Im ersten Lebensjahr eignen sich besonders spezielle Baby-Tees* (z.B. Fenchel-Tee von Hipp) oder warmes Leitungswasser als Getränk. Wenn du dein Baby vorher gestillt hast, ist es gewöhnt, dass es die Milch in einer körperwarmen Temperatur erhält, daher darauf achten, dass auch die neuen Getränke etwa körperwarm sind..

Auch Fruchtschorlen dürfen in einer 1:3 Mischung dem Baby gereicht werden.

Wichtig:

  • Lasse dein Baby nicht zum Dauernuckler werden, denn das begünstigt die Entstehung von Karies. Besser ist es dem Baby zu dem Mahlzeiten Getränke aus geeigneten Schnabeltassen, Trinklernbechern oder gleich richtigen für Babyhände geeignete Bechern zu servieren.
  • Gib deinem Baby keine gezuckerten Getränke, auch kein gezuckerten Tee und erst Recht keine Limo!

Extra-Tipp

Gehe mit gutem Vorbild voran und trinke viel vor deinem Baby zu den Mahlzeiten aber auch unterwegs und biete ihm parallel immer auch etwas zu trinken an!

Weder ist wasserhaltiges Obst ein Ersatz für Getränke noch sind Fruchtsäfte als Ersatz für Obst zu sehen.

Baby-Led Weaning

Unter Baby-Led Weaning versteht man die vom Baby geleitete Beikosteinführung. Bei dieser Methode gibt es keinen Brei. Das Baby bestimmt von Anfang an selbst, was es zu seinem Mund führt. Das Baby sitzt von Beginn an mit am Familientisch und isst erst mit den Händen Fingerfood und steigt erst später auf Besteck um. Es ist hierbei wichtig, dem Baby das Steuer in die Hand zu geben, indem man ihm Essen anbietet. Das Essen wird vor dem Baby auf den Tisch gelegt, oder auf einem Teller liegend hingehalten und das Baby soll dann selbst reagieren. Hierbei sollte das Baby bereits aufrecht sitzen können, wenn auch nur mit Hilfe, damit es sich beim Essen nicht verschluckt.Die ersten Nahrungsmittel, die angeboten werden, sollten daher leicht zu greifen sein und etwa in Pommesgröße angeboten werden. Wenn das Baby mit anderen Familienmitgliedern isst, ist es von Vorteil, wenn es dieselben oder ähnliche Nahrungsmittel angeboten bekommt – natürlich ohne Gewürze. Das Baby hat dabei so viel Zeit wie es braucht, um das betreffende Nahrungsmittel zu erforschen. Deswegen heißt die Methode Baby-Led Weaning – das Baby entscheidet und leitet die Beikosteinführung.

Baby-Led Weaning – Was sollte das Baby trinken?

Parallel zu den Anfängen sollte weiter gestillt werden, zusätzlich benötigt das Baby zu Beginn keine Flüssigkeit. Du solltest deinem Baby aber vom Start an Wasser als Getränk anbieten, damit es beim Essen was trinken kann, wenn es das braucht und sich so gleich an die richtige Art Getränk gewöhnt.

Baby-Led Weaning – Wie sollte die Nahrung angeboten werden?

Erste Nahrungsmittel sind ähnlich wie bei der Breieinführung und sich leicht in Pommesstücke schneiden lassen zum Beispiel Karotten oder Kartoffeln. Es ist wichtig dem Baby verschiedene Nahrungsmittel anzubieten, denn nur so lernt es die verschiedenen Geschmacksrichtungen zum Beispiel süß, sauer, salzig, fruchtig uvm. kennen. Schon in dieser ersten Phase wird der Grundstock für eine gesunde Ernährung gelegt, damit es zum Beispiel die vielfältigen Gemüsesorten auch später zu schätzen weiß.
Beim Baby-Led Weaning sollten keine Schalentiere, keine nicht durchgegarten Eier und kein Honig angeboten werden.
Viele weiteren Informationen zu dieser Methode kannst du auf www.babycenter.de nachlesen.